Architektur im weltlichen Kontext

31. Oktober 2011 in Zisterzienserstudien

Dirk Schumann (Hg.): Architektur im weltlichen Kontext

Zisterziensisches Bauen in Brandenburg und Norddeutschland, aber auch in Schlesien und Wales wird in seinem Kontext gesehen – im komplizierten Wechselspiel geistiger und weltlicher politischer Kräfte, in das es eingebettet war und dem es Ausdruck verlieh.
Die Zisterzienser versuchten programmatisch, sich weltlich-politischen Indienstnahmen zu entziehen. Jedoch existierten vor allem an der Peripherie dieser weiten Ordenslandschaft mit ihrer länderübergreifenden Organisationsstruktur häufig Verhältnisse, die das Ideal mehr oder weniger unterliefen. Ihren Niederschlag fanden die Abweichungen von der Regel nicht zuletzt in der Architektur. Eines der markantesten Beispiele ist die Westfassade der Choriner Klosterkirche – eine Reminiszenz an einen romanischen Kaiserdom. Der Wunsch, monastisches Ideal und weltlichen Herrschaftsanspruch sinnfällig zu vereinen, erbrachte für die architektonische Gestaltung völlig neue Möglichkeiten.

Dirk Schumann (Hg.): Architektur im weltlichen Kontext. (Studien zur Geschichte, Kunst und Kultur der Zisterzienser Bd. 4). – Berlin: Lukas-Verlag, 2001. – 578 Seiten, 255 Abbildungen. Broschur. – ISBN 978-3-931836-14-6

Erhältlich direkt beim Lukas-Verlag (auch als e-book) oder im Buchhandel.

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